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Open Decision ist ein Programm, mit dem repetitive Abläufe selbst und ohne Programmierkenntnisse digitalisiert werden können.

Mit einem grafischen Builder können Softwarelösungen entworfen werden. Auf Knopfdruck wandelt Open Decision die grafische Darstellung in eine voll funktionsfähige Softwarelösung um, die vom Nutzer an der gewünschten Stelle - im Web oder im Intranet - eingebunden werden kann.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. Sowohl einfache Dialoge mit Kunden als auch komplexe Dokument-Generatoren, Gebührenrechner oder Onboarding-Prozesse wurden schon mit Open Decision digitalisiert. Wir arbeiten stetig an neuen Funktionen, damit Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind.

Open Decision wird quelloffen entwickelt und jedem zur freien Verfügung gestellt.



Neuigkeiten


Das Video kann auch unter https://www.eu2020-bmjv-access-to-justice.de/pages/videos abgerufen werden.

Wir haben uns sehr gefreut, als Referenten zur hochkarätigen Konferenz „Zugang zum Recht im Zeitalter der Digitalisierung - Perspektiven und Herausforderungen“ eingeladen worden zu sein, die das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutzes im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft veranstaltet hat. Auch wenn die Konferenz aufgrund der derzeitigen Umstände nur online stattfinden konnte, erlaubte uns dies, unsere Präsentation aufzuzeichnen und ihnen hier zur Verfügung zu stellen.

Die Präsentation beinhaltet eine kurze Beschreibung unseres Projektes und schließt mit einem ausführlichen Walkthrough durch unseren Prototyp. Viel Spaß beim Anschauen!

Wir danken dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz für diese Möglichkeit!

So funktioniert es

Mit Open Decision lassen sich Softwarelösungen anhand eines Entscheidungsbaumes entwerfen. Mit diesem kann anschaulich festgelegt werden, wie sich die Softwarelösung verhalten soll. Mögliche Aktionen umfassen: Fragen stellen, Rechnungen und logische Operationen durchführen, E-Mails absenden und Formulare erstellen.

Der leicht verständliche Aufbau des Entscheidungsbaumes eignet sich für zahlreiche Ideen. Insbesondere repetivive Prozesse, Abfragen und Dialoge lassen sich mit Open Decision erstellen.

Der Nutzer wird von einer intuitiven Oberfläche durch die Erstellung geführt. Durch eine grafische Darstellung des Entscheidungsbaumes behält er stets den Überblick. Sämtliche Aktionen sind anschaulich aufbereitet, sodass der Inhalt im Fokus steht.

Die entworfene Softwarelösung wird automatisch programmiert und ist vollkommen unabhängig einsetzbar. Sie kann lokal und offline auf jedem Computer oder online auf jeder Webseite eingebunden werden.

Vision und FAQ

Die Idee zu Open Decision entsprang der Arbeit bei einer gemeinnützigen Rechtsberatungsstelle, die stetig an ihrer Kapazitätsgrenze arbeitet. Kostenintensive Softwareentwicklungen kamen aufgrund des knappen Budgets nicht in Frage. Dabei hätte schon eine einfache Dialog-Anwendung auf der Webseite die nötigen Informationen vieler Verbraucherinnen und Verbraucher automatisiert erfasst und entweder Abhilfe geschafft oder sie zum richtigen Mitarbeiter weitergeleitet. Dies hätte den Prozess erheblich beschleunigt. Für die Konzeption einer solchen Anwendung hätte es auch keinerlei Programmierkenntnisse bedurft. Lediglich die Umsetzung erfordert technische Fähigkeiten. Genau hier setzt heute Open Decision an. Indem Open Decision die konzipierte Softwarelösung automatisch programmiert, können auch und insbesondere gemeinnützige Organisationen von den Vorteilen der digitalen Welt profitieren.

Wir sind mittlerweile zu einem vielfältigen und interdisziplinären Team gewachsen. Gemeinsam wollen wir den Open Source Gedanken auch außerhalb der Programmierer-Community verbreiten. Wir freuen uns immer über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter! Melde dich einfach bei contact@open-decision.org oder tritt der wachsenden Community in unserem Slack Workspace bei!

Aus unserer Sicht ist quelloffene Software schlicht bessere Software. Da jede und jeder mit technischen Kenntnissen in der Lage ist, den der Software zugrunde liegenden Quellcode einzusehen, kann die Funktionsweise nachvollzogen, Sicherheitsmängel schneller entdeckt und die Handhabung der Daten überprüft werden. Zudem ist Open Source Software demokratischer und nachhaltiger, da die Software von jeder Person verwendet, beliebig modifiziert und für verschiedene Einsatzzwecke weiterentwickelt werden kann. Unsere Software ist auf Datenportabilität und Privacy by Design ausgelegt. Als gemeinnütziger Verein haben wir kein Interesse daran, die Nutzerinnen und Nutzer durch technische Restriktionen an unsere Plattform zu binden oder Daten zu verkaufen. Wir versuchen, Open Access und Kollaboration zu fördern, um die Zivilgesellschaft zu stärken. Wir glauben, dass gerade in sensiblen Bereichen wie der Rechtsberatung die Verfügbarkeit freier und transparenter Digitalisierungssoftware essentiell ist, damit der Zugang zum Recht für jeden Mensch unabhängig von der wirtschaftlichen Stellung oder dem Bildungsstand möglich ist und nicht nur finanzstarke Akteure von der Digitalisierung profitieren.

Decision Automation Software verspricht große Effizienzgewinne im Prozessmanagement und der Wissensverwaltung. Der Nutzer kann seine Softwarelösung entwickeln, ohne mit dem Programmiercode in Kontakt zu kommen. Durch eine leicht zugängliche, intuitive Oberfläche können weit mehr Menschen von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren.
Leider führt das Interesse kommerzieller Anbieter, ihre Kunden zu binden, regelmäßig dazu, dass Nutzer nicht frei über ihre Daten verfügen können. Man spricht hier von einem Lock-In-Effekt. Dies ist im Bereich von Digitalisierungssoftware besonders problematisch. Denn die gesamte Infrastruktur, die sich ein Nutzer erstellt, bleibt in der Hand des Anbieters. Verschwindet dieser vom Markt oder ändert seine Konditionen, verliert der Nutzer den Zugriff auf seine Softwarelösungen. Gerade bei geschäftskritischen Prozessen kann das erhebliches Risiko darstellen.
Freie Datenportabilität und ein Open Source-Ansatz gewährleisten, dass der Nutzer nicht von einer Plattform abhängig ist. Problematisch ist, dass bisherige Open-Source-Lösungen in diesem Bereich gewisse Programmierkenntnisse voraussetzen. Die Digitalisierung bleibt damit wieder einem exklusiven Kreis vorbehalten. Open Decision kombiniert den benutzerfreundlichen Ansatz der kommerziellen Software mit den Vorteilen einer strikten Open-Source-Entwicklung. Jeder kann Softwarelösungen entwerfen und frei über sie verfügen. Die Softwarelösungen können frei exportiert, eingebunden und modifiziert werden.

Die Digitalisierung drängt sich in allen Lebensbereichen auf. Die Entwicklung wird in den betroffenen Branchen regelmäßig nur von einem oder wenigen Anbietern dominiert. Das führt zu einer zentralen Verwaltung der Nutzerdaten bei den Anbieten. Die Daten werden dem Nutzer vorenthalten, was unter anderem die Konzentration von Innovationspotenzialen fördert. Außerdem können die Anbieter die zu digitalisierenden Vorgänge weit schlechter nachvollziehen als die Menschen, die tagtäglich damit konfrontiert werden.
Open Decision baut demgegenüber auf dem Konzept dezentraler Digitalisierung auf. Der Nutzer wird dabei ermächtigt, die Digitalisierung seines Bereiches selbst vorzunehmen und die Hoheit über das Wissen zu behalten. Jeder Einzelne kann ein individuelles Tool nach seinen spezifischen Anforderungen erschaffen und dank der Datenportabilität frei darüber verfügen. Das fördert den Ideenwettbewerb der Einzelnen und verhindert ein vorschnelles Abgeben des Digitalisierungsprozesses an große Player (die oft nach demselben Schema verfahren).
Das Konzept einer solchen bottom-up-Digitalisierung entschärft darüber hinaus die Gefahr des Single Point of Failure. Wird die Digitalisierung von wenigen Anbietern vollzogen, ziehen schon kleine Fehler dieser Anbieter flächendeckende (Sicherheits-)Risiken mit sich. Trägt hingegen jeder mit eigenen Konzepten zur Digital-Evolution bei, werden Fehler der Einzelnen untereinander ausgeglichen.

Diese Frage klingt vielleicht etwas hoch gegriffen - doch tatsächlich wird sie uns häufig gestellt. Die Antwort lautet - natürlich - nein.
Open Decision ermöglicht die Automatisierung einfach gelagerter, häufig auftretender Abläufe. In absehbarer Zeit wird eine individuelle Einschätzung nicht durch einen automatisierten Dialog ersetzt werden können.
Zudem ist ein System nur so gut, wie die Menschen, die ihr Wissen dort einarbeiten. Auch wenn die Entwicklungen im maschinellen Lernen und der Erkennung natürlicher Sprache rasant voranschreiten, ist eine Technik, die einen Menschen ersetzen kann, nicht in Sicht.
Durch Automatisierung mit Open Decision können müßige und repetitive Aufgaben automatisiert werden. Eine solche Technologie wird deshalb nur eines tun: Die Arbeit für den Menschen erleichtern.

Wir forschen stetig daran, wie Prozesse durch simple Anwendungen automatisiert werden können. Die Idee ist dabei immer dieselbe: Wie lassen sich Prozesse abstrahieren? Was sind die grundlegenden "Gerüste" unseres Denkens? Der Entscheidungsbaum ist ein solches "Gerüst" - ein abstraktes Konzept, mit dem sich zahlreiche Anwendungsfälle digitalisieren lassen.
So kann Open Decision bereits Wissen in einem übersichtlichen Format abspeichern: Der spätere Nutzer beantwortet zunächst ein paar Fragen, wodurch der individuell zu ihm passende Ratschlag ermittelt werden kann.
Außerdem können mit Open Decision Dialoge automatisiert werden. Anstelle eines sperrigen Formulars kann der Erstkontakt mit Kunden, Bürgern, Patienten oder Mandanten in einem interaktiven Dialog durchgeführt werden.
Diese Forschung steht noch am Anfang. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die dezentrale Digitalisierung mit weiteren Tools unterstützen können.

Mitmachen

Software

Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Sie kann in unserem Slack Workspace verfolgt werden.
In der Zwischenzeit können Sie unseren Prototyp hier testen.

Der Quellcode ist auf GitHub einsehbar.

Community

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Wenn du am Projekt mitarbeiten willst, schalte dich zu unserem nächsten gemeinsamen Call dazu, den wir regelmäßig im Slack Workspace ankündigen.

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